Datum: Samstag, 14. September, 13:30 Uhr
Fachführung: Michael Wiesner, Vorstand NGW
Leitung: Beat Kunz, Vorstand NGW
Moderne Städte – so die weit verbreitete Vorstellung – sind lebensfeindliche Orte für Tiere und Pflanzen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Biodiversität in urbanen Räumen wird weltweit als bedeutend erkannt. Im Zuge der Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft sind viele Städte im Schweizer Mittelland zu eigentlichen Hotspots der Artenvielfalt geworden. Rund zwei Drittel aller Tierarten in der Schweiz und knapp die Hälfte aller Pflanzenarten kommen im Siedlungsgebiet vor. Insbesondere in Gebieten, in denen der menschliche Einfluss gering ist, findet sich eine reiche Artenvielfalt. Wie die städtische Natur ist auch die städtische Biodiversität eine gestaltete Form der Biodiversität. Die biologische Vielfalt in Städten kann durch geeignete Gestaltungsmassnahmen oder Nutzungsunterlassung gefördert werden. Urbane Biodiversität wird also nicht nur «vorgefunden», sondern auch gestaltet. Dies bedeutet einen Paradigmenwechsel – weg von traditionellen Naturschutzvorstellungen mit dem Schutzziel wenig berührter Lebensräume und ausschliesslich einheimischer Arten.
Programm:
13:30 Besammlung Lindenplatz
17:00 ca. Rückkehr Winterthur Lagerhausstrasse
Teilnehmende: max. 30 Personen
Kosten: Mitglieder CHF 10.00, youNGW gratis
Anmeldung: Bis 31. August 2024