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Das Unsichtbare sichtbar machen – Wenn Superrechner Prozesse simulieren

Prof. Dr. Th. Schulthess, Direktor CSCS, Manno und Departement Physik ETH Zürich
Freitag, 14. Januar 2014, 20.00 Uhr
ZHAW, grosser Physikhörsaal, Technikumstrasse 9, 8400 Winterthur

Ingenieur- und Naturwissenschaften müssen Prozessabläufe voraussagen und deren Folgen optisch sichtbar machen, beispielsweise die täglichen Wetterprognosen am Fernsehen. Doch Simulationen können mehr. Stösst der isländische Vulkan Eyjafjallajökull Aschewolken aus, dann gefährdet dies den Flugverkehr europaweit. Die Entscheidungsgrundlagen für Massnahmen liefern Simulationen. Oder: Neue Flugzeuge müssen unzählige Tests und Simulationen durchlaufen, die beweisen, dass sie stabil sind und sicher fliegen. Solche Simulationen kommen in der Astronomie, der Klima- und Molekularforschung, der Medizinaltechnik, der Fluiddynamik, ja praktisch in jedem Bereich der modernen Naturwissenschaften vor.

Simulationen brauchen Hochleistungscomputer. In der Schweiz befindet sich das Hochleistungsrechenzentrum der ETH in Manno bei Lugano. Dort stehen bereits mehrere solcher Supermaschinen, eine neue wird für 50 Millionen Franken eingerichtet. Prof. Dr. Thomas Schulthess ist der Direktor des Zentrums. In seinem Vortrag wird er nicht nur einen Überblick über die Entwicklung der Hochleistungscomputer geben, sondern auch zeigen, wie Simulationen die heutige Wissenschaft prägen.

Die Rechenleistung von Supercomputern vertausendfacht sich alle zehn Jahre. Ohne technologische Quantensprünge würden künftige Supercomputer allerdings zuviel Strom verbrauchen und wären kaum mehr finanzierbar. Für Schweizerische Unternehmen bieten sich hier grosse Chancen.

Der Vortrag ist öffentlich und gratis. Gäste sind herzlich willkommen.

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