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Der neue UNO Klimabericht – Wissenschaft, Wahrnehmung, Konsequenzen

Prof. Dr. Andreas Fischlin, ETHZ
Freitag, 28. November 2008, 20.00 Uhr
ZHAW, grosser Physikhörsaal, Technikumstrasse 9, 8400 Winterthur

Andreas Fischlin, Mitautor des UNO Klimaberichts und Mitempfänger des Friedensnobelpreises 2007, schreibt über seinen vorgesehenen Vortrag: Messungen, wissenschaftliche Erhebungen und Untersuchungen sprechen eine erdrückend klare Sprache: Der Klimawandel ist da und höchstwahrscheinlich Mensch gemacht. Die Erde hat sich um 0.74°C erwärmt, elf der letzten zwölf Jahre gehören zu den wärmsten, seit man Temperaturen mit Instrumenten misst. Damit gehen Effekte wie der Rückgang der meisten Gletscher, das Abschmelzen des Packeises, der Anstieg des Meeresspiegels, veränderte Niederschlagsmuster, verschobene Blühdaten, Aufbruchdaten der Zugvögel und verfrühte Erntereifen einher. Mit fortschreitendem Klimawandel beginnen sich zunehmend drastische Konsequenzen abzuzeichnen: Je wärmer es wird, desto stärker werden eine Vielzahl von Systemen in Mitleidenschaft gezogen. Darunter fallen Gletscher, Permafrost, Korallenriffe, Mittelmeerlandschaften, Alpweiden und Tundra, Nadelwälder, Packeisbiome, Mangroven und Salzmarsche, tropische Regenwälder, Küstenregionen, Verkehrswege, Wasserversorgung und Nahrungsmittelproduktion, bis hin zur menschlichen Gesundheit. Eine gefährliche Entwicklung bahnt sich an. Der Bericht sagt auch, dass ein grosser Klimawandel immer noch abwendbar ist, technologisch und ökonomisch. Allerdings bleibt wenig Zeit dazu, wie neueste Forschungsresultate unterstreichen.

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