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Die Grenzen der Intuition

Dr. Barbara Hellriegel, Titularprofessorin für Mathematische Biologie, Universität Zürich
Freitag, 13. März 2015 – 20.00 Uhr
ZHAW, grosser Physikhörsaal, Technikumstrasse 9, 8400 Winterthur
Gastgesellschaft: Swiss Engineering, Archimedes

Wie mathematische Modellierung hilft, biologische Komplexität zu verstehen

Prof. Barbara Hellriegel befasst sich mit spannenden Fragen an der Schnittstelle zwischen Mathematik, Biologie, aber auch Medizin. Sie schreibt in ihrem Abstract:

«Auf den ersten Blick haben die mich interessierenden biologischen Systeme wenig gemeinsam. Genaueres Hinsehen zeigt jedoch, dass in allen Fällen die Beteiligten (z.B. verschiedene Arten) eng aneinander gekoppelt sind und die Beziehung zumindest für eine Seite obligatorisch ist. Das heisst, entweder nur einer oder sogar beide Beteiligten können ohne den anderen nicht überleben und/oder sich fortpflanzen. Diese Abhängigkeit resultiert in Interessenkonflikten und komplexen Interaktionseffekten und führt zu Koevolution.

Wenn Interaktionseffekte und nicht-lineare Rückkopplungen auftreten, stösst unsere Intuition schnell an ihre Grenzen und Mathematik wird zu einem wertvollen Hilfsmittel. Ich werde das anhand unterschiedlicher Beispiele aus meiner Arbeit verdeutlichen, die folgende Fragen beantworten: Wann ist Koexistenz zwischen einem sexuell parasitierender Froschhybriden und seiner Elternart möglich? Wie und zu welchem Grad können mehrfach verpaarte Insektenweibchen die Vaterschaftsanteile beeinflussen?»

Für einen spannenden Exkurs ist damit gesorgt.

Der Vortrag ist öffentlich und gratis. Gäste sind herzlich willkommen.

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