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Kampf ums Wasser – Was tut die Forschung?

Christian Zurbrügg, M.SC. EAWAG Dübendorf
Freitag, 14. November 2008, 20.00 Uhr
ZHAW, grosser Physikhörsaal, Technikumstrasse 9, 8400 Winterthur

Wer in der Schweiz Durst hat, dreht einfach den Hahn auf. Wasser ist genügend vorhanden. Dramatischer stellt sich die Situation in vielen Regionen Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas dar. In den rasant wachsenden Grossstädten des Südens bleiben Armensiedlungen vom städtischen Versorgungsnetz ausgeschlossen. Viele können sich sauberes Wasser nicht leisten und greifen auf verschmutztes zurück, das wiederum zu Krankheiten führt. Auf dem Lande müssen Frauen das knappe Trinkwasser täglich von weit her holen. Dazu benötigen sie Stunden.

Die Wasserkrise ist Tatsache. Rund 1.2 Milliarden Menschen auf diesem Planeten haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 2.6 Milliarden mangelt es an einer sicheren sanitären Grundversorgung. Dabei verschlechtert sich die Wasserqualität zunehmend: „Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind unter 5 Jahren an den Folgen von Durchfall, weil es an sanitärer Grundversorgung, Hygiene und an Trinkwasser mangelt,” meint Christian Zurbrügg. Ein Ende ist nicht abzusehen. Und die Wissenschaft? Kann sie das globale Problem durch wirksame angewandte Forschung beheben oder Lösungsansätze aufzeigen und deren Anwendung fördern?

Christian Zurbrügg, ein Kenner der Problematik Wasser und Siedlungshygiene in Entwicklungsländern meint: „Es sind gerade Projekte, die einfache und kostengünstige technische Lösungen anwenden und die lokalen Gemeinschaften aktiv einbeziehen, die sich als besonders tragfähig erwiesen haben – und zwar in wirtschaftlicher, sozialer aber auch in ökologischer Hinsicht.“

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