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Menschliches Gewebe aus dem Labor

Prof. Dr. Ursula Graf-Hausner, Forschungsleiterin für Zellkulturtechnik und TissueEngineering, Life Sciences und Facility Management, ZHAW Wädenswil
Freitag, 29. November 2013
ZHAW, grosser Physikhörsaal, Technikumstrasse 9, 8400 Winterthur

Wirkstoffe sollen nicht mehr länger in Tierversuchen erprobt werden, für die Kosmetikbranche sind sie sogar gar nicht mehr erlaubt! Die Aussage der Tierstudien und auch der herkömmlichen Zellkulturversuche ist nicht relevant genug, um die Wirkung von Substanzen und Medikamenten im Menschen verlässlich vorauszusagen. 40% der Wirkstoffe, die im Tier viel versprechend waren, scheiden in den klinischen Studien am Menschen wieder aus.

Das verursacht nicht nur Leid bei Tieren, sondern auch enorme Kosten und verlorene Zeit. Dreidimensionale menschliche Gewebemodelle sollen diese Lücke schliessen. Die neuen Technologien der Zell- und Gewebekultur sind im Vormarsch. Um die lebenden 3D-Gewebe aber routinemässig in der Pharmaindustrie anwenden zu können, ist noch einige Arbeit z.B. zur Standardisierung, Qualitätskontrolle und Automatisierung nötig. Um dieser Schlüsseltechnologie zum Durchbruch zu verhelfen, bildete die ZHAW 2011 ein nationales Kompetenzzentrum. Dieses bündelt die Kräfte in Forschung und Industrie.

Prof. Ursula Graf-Hausner ist Wissenschaftlerin an der ZHAW in Wädenswil. Sie wird an vielen Beispielen mehr über diese Technologie und ihre Anwendungen zeigen. Modelle der lebenden Haut, der Plazentabarriere, der Leber und von Knochentumoren – “Sie werden staunen, was im Labor alles möglich ist”, meint die Wissenschaftlerin in ihrem Abstract zum Vortrag.

Der Vortrag ist öffentlich und gratis. Gäste sind herzlich willkommen.

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