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Nanomedizin – Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts?

Prof. Dr. Patrick Hunziker, stv. Chefarzt Intensivmedizin, Kantonsspital Basel
Freitag, 25. Februar 2011, 20.00 Uhr
ZHAW, grosser Physikhörsaal, Technikumstrasse 9, 8400 Winterthur

Nanosensoren, Nanofibern, Nanotubes oder Nanocontainer, das sind neue Begriffe in der Medizin. Sie bezeichnen etwas, das sich in einer unglaublich kleinen Dimension abspielt. Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter und entspricht etwa vier aneinander gelegten Atomen oder einem 70 000-stel eines einzelnen Haares. Instrumente oder Medikamente für die Nanomedizin können nur hergestellt werden, wenn Physiker, Chemiker und andere Spezialisten eng zusammen arbeiten. Dadurch werden Therapien und Diagnosen möglich, die den menschlichen Körper sehr viel weniger belasten. Nebeneffekte von Medikamenten, aber auch chirurgische Eingriffe können mit der Nano-Medizin stark verringert werden.

Prof. Dr. Patrick Hunziker, stv. Chefarzt der Intensivmedizin des Kantonsspitals Basel ist einer der Forscher in der Schweiz, der sich sehr mit Nanomedizin befasst und diese fördert: «Nanotech-Sensoren ermöglichen das Überwachen von Patienten in kritischen Situation auf der Intensivstation. Neuartige, Nanometer grosse Instrumente können Gewebsreparaturen im Körper vornehmen. Bildgebende Technologien basierend auf Nanowissenschaft erkennen frühzeitig Krankheitsprozesse wie zum Beispiel Krebs, lokalisieren diesen und lassen eine Therapie zu, lange bevor Komplikationen eintreten.»

Nanotechnologie wird generell als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts angesehen. Es ist eine interdisziplinäre Wissenschaft. Prof. Dr. Hunziker gibt einen Einblick in ein Gebiet, von dem man in nächster Zeit noch viel hören wird.

Der Vortrag ist öffentlich und gratis. Gäste sind herzlich willkommen.

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