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Neurochirurgie: Höchste Präzision durch innovative Technologie

Freitag, 11. November 2016, 20.00 Uhr
Prof. Dr. Luca Regli, Direktor Klinik für Neurochirurgie, Universitätsspital ZH
ZHAW, grosser Physikhörsaal, Technikumstrasse 9, 8400 Winterthur

Das menschliche Gehirn ist ein hochkomplexes Organ. Die Zahl der Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen ist ungleich grösser als die Anzahl der Sterne unserer Milchstrasse. Kommt dazu, dass sich das Gehirn ständig verändert: Neue Verbindungen werden geschaffen, alte abgebaut. «Zu meinen, wir könnten das Gehirn verstehen, ist vermessen», sagt der Referent, Prof. Luca Regli. Trotzdem sind mit dem heutigen Wissen und den vorhandenen Technologien Eingriffe und Vorgehensweisen möglich, von denen man vor wenigen Jahren nur träumen konnte.

Tumore im Gehirn können heute sehr genau lokalisiert werden. Ein Eingriff ins Gehirn ist jedoch nach wie vor eine Gratwanderung. Deshalb heisst es für den Operateur immer nur so viel Tumorgewebe zu entfernen, dass Tumore nicht nachwachsen und keine funktionale Beeinträchtigung des Gehirns erfolgt – also Effizienzsteigerung ohne gesunde Teile des Gehirns zu schädigen. Die Unterschiede zwischen bösartigen und gesunden Zellen zu erkennen, ist mit freiem Auge fast ein Ding der Unmöglichkeit. Mikroskop und neue Bildgebungsverfahren machen es jedoch möglich: Ultraschall, Angiografie, MRI und CT gehören heute zur Standardausrüstung im Operationssaal. Dazu kommen Computer gestützte Operationsverfahren, die neben einer präzisen virtuellen Planung vor der Operation ein sicheres Navigieren im Gehirn während der Operation ermöglichen. Wohin führt die Zukunft? Werden Mikroroboter den Chirurgen bei seiner Arbeit unterstützen? Oder gar Biochirurgie? Prof. Regli wird uns in seinem Referat auch in dieser Hinsicht einen Einblick in eine spannende Zukunft geben.

Der Vortrag ist öffentlich und gratis. Gäste sind herzlich willkommen.

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