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Unkonventionelles Gas – Produkt aus Teufels Küche oder Energie-Brücke in die Zukunft?

Dr. Peter Burri, Schweizerische Gesellschaft von Energie-Geowissenschaftern, Basel
Freitag, 1. November 2013
ZHAW, grosser Physikhörsaal, Technikumstrasse 9, 8400 Winterthur

Die geologischen Konzepte der Kohlenwasserstoff Exploration sind in einem revolutionären Umbruch. Wesentlichste Erkenntnis ist, dass Petroleum Systeme in Sedimentbecken sehr ineffizient sind: der weitaus grösste Teil der generierten Kohlenwasserstoffe verlässt die Muttergesteine nicht oder geht im Sedimentbecken «verloren». Ein Teil dieser «verlorenen Reserven» kann seit einigen Jahren mit hochentwickelter Spitzentechnologie gefördert werden. Unkonventionelles Gas hat in den USA in wenigen Jahren die zukünftige Energieversorgung auf den Kopf gestellt. Europa hat ebenfalls beträchtliches unkonventionelles Potenzial, ist aber für die neuen Konzepte ein hartes Pflaster: in einigen Ländern wird die neue Technologie aus verschiedensten Gründen erbittert bekämpft. Wie berechtigt sind die Vorwürfe aus der Sicht der Wissenschaft?

Weltweit wird unkonventionelles Gas und unkonventionelles Öl die Energielandschaft dieses Jahrhunderts dramatisch verändern. Gas könnte insbesondere die grösste CO2 Emissionsquelle Kohle ersetzen, heute der mit Abstand wichtigste Energieträger für Stromerzeugung. «Ob die neue Gasschwemme eine Gefahr ist oder eine willkommene Brücke zu erneuerbaren Energien, ist eine Frage, die in erster Linie von der Wissenschaft beantwortet werden sollte und nicht von Politikern und Medien», meint der Referent.

Der Vortrag ist öffentlich und gratis. Gäste sind herzlich willkommen.

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