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Virtopsy und Neues aus der Rechtsmedizin

Prof. Dr. med. Michael Thali, Executive MBA HSG, Direktor Institut für Rechtsmedizin,Universität Zürich
Freitag, 14. März 2014, 20.00 Uhr
ZHAW, grosser Physikhörsaal, Technikumstrasse 9, 8400 Winterthur

Ein Unfall, ein Verbrechen ist geschehen, ein Mensch ist gestorben oder wurde getötet. Man will den Hergang möglichst genau rekonstruieren. Die Rechtsmedizin ist gefragt. Bis vor einigen Jahren musste die Leiche mit dem Skalpell «bearbeitet» werden. Die neue Technik der Virtopsy macht dieses Vorgehen unnötig. Der Begriff Virtopsy stellt eine Verschmelzung der beiden Wörter‚ virtuell’ und‚ Autopsie’ dar. Der heutige Gast und amtierende Direktor des Instituts für Rechtsmedizin an der Universität Zürich, Michael Thali, war bei der Entwicklung dieser Technologie massgeblich mitbeteiligt. Worum geht es? In seiner Vorschau auf den Vortrag sagt er:

«Die Rechtsmedizin hat die Aufgabe, den sogenannten ‘aussergewöhnlichen Todesfall’ zu untersuchen. Um rechtsmedizinisch relevante Befunde auch auf eine nicht gewebsverletzende Art dokumentieren zu können, wird seit neun Jahren von Rechtsmedizinern, Radiologen und Ingenieuren an der Virtopsie geforscht. Durch den Einsatz bildgebender Verfahren wie Computertomographie, Magnetresonanztomographie und Oberflächenscanning sowie Automatisierungstechniken, kann der Verstorbene innerlich und äusserlich, objektiv und minimalinvasiv dokumentiert werden – ein Verfahren, welches sich auch international durchsetzt.»

Mit diesem Vortrag knüpft die NGW an den Vortrag über den Wissenschaftlichen Dienst der Stadtpolizei Zürich an, der vor einigen Jahren ins Programm aufgenommen worden war. Für Spannung ist erneut gesorgt!

Der Vortrag ist öffentlich und gratis. Gäste sind herzlich willkommen.

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