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Die grossen Vier – Das Zusammenleben von Luchs, Wolf, Bär und Mensch in der Kulturlandschaft

Dr. phil. nat. Reinhard Schnidrig, Leiter Sektion Jagd, Fischerei, Waldbiodiversität Bundesamt für Umwelt BAFU
Sonntag, 19. Januar 2014, 11.00 Uhr

Vor über hundert Jahren durch den Menschen ausgerottet kehren Luchs, Wolf und Bär in die Schweiz zurück. Diese Rückkehr gibt den einen Anlass zur Freude, andern aber treiben die Krallentiere Sorgenfalten auf die Stirn. Sicher ist, die Landschaft, in welche die Grossraubtiere zurückkehren, ist eine andere als jene, die sie ehemals verlassen haben. Die Ausdehnung der Wälder und die Beutetierbestände sind heute deutlich grösser, andererseits aber ist der Lebensraum der Wildtiere auch dicht besiedelt und stark zerschnitten.

Die zentrale Frage ist nun, ob die grossen Vier eine Chance haben, in der heutigen Kuturlandschaft miteinander zusammenzuleben? Die Antwort ist: ja, aber… Ja, die Grossraubtiere kommen ihrerseits gut mit dem Menschen zurecht. Aber, der Mensch muss sich ihnen anpassen. Die Menschen in den Städten müssen einsehen, dass der totale Schutz dieser Tierarten weder nötig noch möglich ist; und die ländliche Bevölkerung muss begreifen, dass Zeit und Zeitgeist für Luchs, Wolf und Bär laufen.

Der Referent, Dr. Reinhard Schnidrig, steht mitten in einer spannungsgeladenen Diskussion. Als eidgenössischer Jagdinspektor macht er für die einen zu wenig, für die anderen zu viel. In seinem Referat und dem Gespräch zeigt er, welche anspruchsvolle Arbeit zu tun ist, wenn man die grossen Vier miteinander versöhnen will.

Junge Musikerinnen und Musiker bereichern die Veranstaltung.

Unkostenbeitrag: Fr. 10.– (SchülerInnen Fr. 5.–). Ein Kaffee und Gipfeli inbegriffen.

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