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Evolutionsschübe im Pflanzenreich

Prof. Dr. Peter Linder, Direktor Institut für Systematische Botanik und Botanischer Garten der Universität ZH
Sonntag, 29. November 2009 – 11.00 Uhr

Über die Evolution der Wirbeltiere während der letzten 60 Milliarden Jahre weiss man heute ziemlich viel, wie sie lebten, warum sie ausstarben. Hier sind sich die Paläontologen einig. Wie ist aber die enorme Vielfalt der bedecktsamigen Blütenpflanzen, der so genannten Angiospermen, während dieser Zeit entstanden? Bis vor kurzem gab es auf diese Frage keine eindeutige Antwort. Immer mehr scheint sich aber der Schleier über diesem Geheimnis zu lüften. Einer, der sich stark mit Fragen der Evolution im Pflanzenreich befasst, ist der südafrikanische Botaniker und heutige Direktor des Instituts für Systematische Botanik der Universität Zürich, Peter Linder. Nach einer Professur an der Universität Kapstadt und einem dreijährigen Aufenthalt in den weltberühmten Botanischen Gärten von Kew in London, wurde er zum Direktor an den Botanischen Garten in Zürich berufen. Peter Linder sagt: «Es zeigt sich, dass sich Pflanzenarten während der Evolution an bestimmten Orten in kurzer Zeit explosionsartig vermehren. Dabei entsteht eine grosse Vielfalt. Anschliessend verlangsamt sich aber diese Entwicklung, ja kommt gleichsam zum Stillstand.» Heute konzentriert sich die moderne Forschung auf die Erklärungen für diese rapiden Evolutionsschübe. Sie sucht aber auch nach Gründen für die darauf folgende Verlangsamung der Artenbildung. Eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Disziplinen arbeiten dabei zusammen: Systematiker, Ökologen, aber auch Paläontologen und Klimatologen.

Der Vortrag ist umrahmt von Musik und einem Gespräch, in dem der Wissenschaftler auch zu persönlichen Themen Stellung bezieht.

Unkostenbeitrag: Fr. 10.– (SchülerInnen Fr. 5.–). Ein Kaffee und Gipfeli inbegriffen.

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