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Lea: Halbes Herz, ganzes Leben

Prof. Dr. René Prêtre, Chefarzt Kinderherzchirurgie, Kinderspital, Universität ZH
Sonntag, 1. November 2009 – 11.00 Uhr

Als die kleine Lea nach einem Kaiserschnitt zur Welt kommt wird bald deutlich, dass etwas nicht gut ist – gar nicht gut. Immer wieder horcht der Arzt das Herz des Mädchens mit dem Stethoskop ab. Dann schaut er besorgt auf und teilt den Eltern mit, dass das neu geborene Kind einen schweren Herzfehler habe, eine so genannte Ebstein-Anomalie. Die linke Hauptkammer müsse die gesamte Pumpfunktion für den Lungen- und Körperkreislauf übernehmen. Dadurch würde der Lungenkreislauf nicht mehr richtig durchblutet, für das Kind eine lebensbedrohliche Situation. Die Ärzte entschliessen sich Lea zu operieren. Lea erhält eine echte Lebenschance. Heute, nach zehn Jahren und weiteren chirurgischen Eingriffen, führt das Mädchen ein normales Leben – ein ganzes Leben. Prof. René Prêtre war Leas operierender Arzt und gilt als Kapazität. Er ist an der Ent-wicklung und Verfeinerung der modernen Kinderherzchirurgie an vorderster Front tätig. Er erzählt, welche Fortschritte die Herzchirurgie bei Kindern in den letzten Jahrzehnten gemacht hat. Warum arbeitete Leas Herz nicht richtig? Was steckt hinter einem solchen Eingriff? Der Arzt, der seine minutiöse Arbeit mit derjenigen eines Goldschmieds vergleicht, meint: «Nebst Technik braucht es auch noch plastische und künstlerische Begabung.»

Der Vortrag ist umrahmt von Musik und einem Gespräch mit Prof. René Prêtre. Leas Vater, Christian Wyss, hat die ganze Entwicklung seiner Tochter fotografiert und ein Buch herausgegeben. Er ist ebenfalls anwesend.

Unkostenbeitrag: Fr. 10.– (SchülerInnen Fr. 5.–). Ein Kaffee und Gipfeli inbegriffen.

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