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Von «Zero Hunger» und Kurswechsel im Ernährungssystem

Sonntag, 9. Dezember 2018, 11.00 Uhr
Dr. Hans Rudolf Herren, Biologe und Stiftungsratspräsident Biovision, Zürich
Alte Kaserne Winterthur, Technikumstrasse 8, 8400 Winterthur

Hans Rudolf Herren gehört zu den weltweit führenden Wissenschaftlern in der biologischen Schädlingsbekämpfung. Von 1994 bis 2005 lebte und forschte er als Leiter des internationalen Instituts für Insektenforschung «icipe» in Nairobi/Kenia und ab 1979 bis 1994 war er für das biologische Maniok-Schmierlaus Kontrollprogramm in Nigeria und Benin zuständig. Er bekämpfte erfolgreich den in ganz Sub-Sahara Afrika grassierenden Schädling mit Wespen und Marienkäfern – ohne Chemie und für den Bauern gratis. Damit hatte er eine grosse Hungersnot verhindert. Er erhielt verschiedene Preise, 1995 den Welternährungspreis und 2013, zusammen mit der Stiftung Biovision, den Alternativen Nobelpreis. Heute ist Herren im Vorstand des Internationalen Verbands der ökologischen Landwirtschaftsbewegungen (IFOAM).

Afrika ist für ihn nach wie vor eine wichtige Region. Aber inzwischen setzt er sich hauptsächlich für einen Kurswechsel in der globalen Landwirtschaft ein – hin zu einem agrar-ökologischen Ansatz, der die Menschen besser ernähren soll und Biodiversität und Umwelt als Ganzes schützt. Die internationale Gemeinschaft hat 2015 entschieden auf globaler Ebene auf Nachhaltigkeit umzusteigen. 17 Nachhaltigkeitsziele wurden erarbeitet. Das zweite Ziel, nämlich «Zero Hunger» hat einen ganz besonderen Stellenwert. Es ist Problem und Lösung vieler heutiger Entwicklungsprobleme zugleich. «Ich werde dies in meinem Vortrag erläutern», sagt Herren.

Musik und ein Gespräch mit dem Forscher sind Teil der Veranstaltung. Unkostenbeitrag Fr. 15.– (SchülerInnen Fr. 5.–). Kaffee und Gipfeli inbegriffen.

Präsentation

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