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Wie misst man Distanzen im All?

Prof. Dr. Ruth Durrer, Direktorin Institut für Theoretische Physik, Universität Genf
Sonntag, 17. Januar 2010 – 11.00 Uhr

1922 schlug der Russe Alexander Friedmann als erster vor, dass sich das Weltall ständig ausdehnt. Damit war der Boden für eine wissenschaftliche Revolution gelegt. 1929 bestätigte Edwin A. Hubble diese Aussage in seinen berühmten historischen Messungen, bei denen er aus dem Lichtspektrum herauslas, ob eine Galaxie auf uns zu- oder von uns wegfliegt. Hat das Lichtspektrum eine so genannte Rotverschiebung, so entfernen sich die Galaxien. Bei einer Verschiebung zum blauen Teil des Spektrums rasen sie andererseits auf uns zu. Diese Verschiebung lässt sich noch relativ leicht messen. Umso schwieriger ist es jedoch, ihr eine entsprechende Entfernung zuzuordnen, die ein stellares Objekt zu uns hat. Solche Messungen waren lange Zeit immer mit grossen Fehlerraten verbunden. Seit zwei Jahren leitet Ruth Durrer das Institut für Theoretische Physik an der Uni Genf. «Die Wissenschaft einem breiten Publikum näher zu bringen ist mir ein Anliegen und ist zudem auch etwas, das ich äusserst spannend finde,» sagt sie in ihrem Antwortschreiben auf die Einladung der NGW. Gerade an Hubbles historischen Resultaten will sie die notorischen Schwierigkeiten der Distanzmessungen zeigen und dabei eine Vielfalt neuer Ideen und gleichzeitig Resultate vorführen. Was bedeuten die jüngsten Forschungen in Bezug auf die Expansion? Dehnt sich das Universum ewig aus? Welche Rolle spielt dabei die mysteriöse dunkle Energie?

Der Vortrag ist umrahmt von Musik und einem Gespräch, in dem die Wissenschaftlerin zu weiteren aktuellen Fragen Stellung nimmt.

Unkostenbeitrag: Fr. 10.- (SchülerInnen Fr. 5.-). Ein Kaffee und Gipfeli inbegriffen.

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