Eiszeit-Pfad beim Bruderhaus

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Projekt Eiszeit-Pfad beim Bruderhaus/Eschenberg

Im Mai 2021 möchten wir beim Wildpark Bruderhaus auf dem Eschenberg einen neuen Eiszeit-Pfad eröffnen. Dieser Pfad erneuert den 1988 von der NGW errichteten „Findlings-Lehrpfad“. Dessen Steine sind inzwischen weitgehend überwuchert und kaum noch auffindbar. Der neue Eiszeitpfad ist jedoch keine „Renovation“ des bisherigen Pfades, sondern weitgehend neu konzipiert. Die Steine werden ergänzt und der Pfad ist direkt in den Wildpark integriert. Ergänzt wird er mit Hintergrundinformationen auf der NGW-Seite sowie Unterrichtsmaterialien für Schulen.
Die Kosten betragen rund CHF 60’000, wobei rund ein Drittel durch NGW-Mitglieder ehrenamtlich geleistet werden. Für den Restbetrag suchen wir Unterstützung auch bei unsere Mitgliedern.

Vom Findlingslehrpfad von 1988 zum Eiszeit-Pfad 2021

Sie sind von Efeu und Moos überwachsen, und kaum sichtbar: 13 Findlinge, die Rhein- und Linthgletscher in die Umgebung von Winterthur getragen haben. 1988 hat die Naturwissenschaftliche Gesellschaft Winterthur NGW etwas nördlich des Wildparks auf dem Eschenberg einen «Findlings-Lehrpfad» gestaltet.

Neugestaltung als Teil der Bruderhaus-Anlage

Nun soll der Pfad erneuert und auch besser in die aktuelle Bruderhaus-Anlage eingebunden werden. Die NGW hat zusammen mit der Stadt Winterthur und dem Tierparkverein ein entsprechendes Projekt lanciert . Dieses Projekt braucht eine breite Unterstützung. Die Gesamtkosten betragen rund 60‘000 Franken, wovon rund ein Drittel durch ehrenamtliche Leistungen erbracht wird. Bereits sind finanzielle Mittel in Höhe von rund 10‘000 Franken zugesagt. Die restlichen CHF 30‘000 versuchen wir durch Beiträge von Unternehmen, Stiftungen und Einzelpersonen zu sichern. Es freut uns, wenn auch Sie sich daran beteiligen.

Quelle: Bundesamt für Landestopographie

Der ewige Kreislauf

Die Findlinge sind Zeitzeugen eines geologischen Kreislaufs, der sich ständig wiederholt: Kontinentalplatten bewegen sich aufeinander zu, schieben Gesteinsschichten in die Höhe, Gebirge entstehen. Durch Erosion und Verwitterung werden die Berge abgtragen. Flüsse lagern das abgetragene Gesteinsmaterial in den Ebenen ab, wo sich neue Gesteinsschichten bilden.
Erneut stossen Kontinentalplatten zusammen, Gebirge türmen sich auf, der Kreislauf geht weiter. Daher kommen verschiedene Steine die wir hier sehen, von weit her. Ein Sernifit zum Beispiel gehört zu den Verrucano-Gesteinen, welche ursprünglich aus der Gegend von Pisa stammen.

In der Umgebung von Winterthur finden wir den roten Sernifit aus dem Glarnerland, Granit aus dem Bünderland, Gneis und und andere Steine. Anhand dieser Findlinge wird die Erdgeschichte lebendig dargestellt: wie sind die roten Steine zu uns in Töss, Thur oder Rhein gelangt?
Die Antwort geben uns die Eiszeiten: Vor etwa 14’000 Jahren verfrachteten der Linth- und der Rheingletscher Steine Richtung Nordwesten hinaus ins Mittelland – so auch in die Region Winterthur.
Es wurde wieder wärmer, das Eis schmilzt, und die Schmelzwasserflüsse schleifen die Bruchstücke über die Jahrtausende zu rundlichen Steinen.

Erneuern und Ergänzen: das Projekt

Das Projekt umfasst drei Schwerpunkte:

  • die Erneuerung des bisherigen «Findling-Lehrpfades». Die beschrifteten Findlinge werden ausgegraben, gereinigt und neu platziert.
  • Eine Ergänzung des bisherigen Lehrpfades um drei bis vier weitere Findlinge und die Erarbeitung einer Webplattform mit Zusatzinformationen, die zu den einzelnen Steinen jeweils via QR-Code abgerufen werden können.
  • Die Produktion von Unterrichts-Unterlagen für Lehrpersonen der Mittelstufe verbunden mit dem Angebot von Führungen.

Rheingletscherweg und Linthgletscherweg

Die beiden Gletscher werden beim neuen Themenweg als Orientierungshilfen verwendet. Die Findlinge werden nach ihren «Transporteuren» angeordnet.
Jeder Stein erhält eine Beschriftungstafel, mit einem QR-Code, welcher zu den Hintergrundinformationen auf der Website der NGW führt.

So unterstützen Sie das Projekt Eiszeit-Pfad

Projektkosten

Eine provisorische Kostenschätzung geht von Vollkosten inkl. ehrenamtlicher Leistungen in Höhe von rund CHF 60‘000.00 aus. Die Schwerpunkte bilden dabei einerseits die Erarbeitung der Grundlageninformationen für Website und Unterrichtsmaterialien sowie deren Produktion, die baulichen Massnahmen sowie die Bereitstellung der bisherigen sowie drei bis vier zusätzlicher Findlinge und schliesslich die Gestaltung und Produktion der Informationstafeln und der Beschriftung der Steine.
Schliesslich wird ein wesentlicher Betrag auch für die Kommunikation eingesetzt, um den neuen Lehrpfad auch effektiv bewerben zu können. Die Konzeptarbeit und die ganze Projektleitungstätigkeit erfolgt weitgehend ehrenamtlich als Freiwilligenarbeit.
Der definitive Umfang des Projektes ist vom Erfolg der Fundraising-Kampagne abhängig.

Trägerschaft und Kontakt

Getragen wird das Projekt «Eiszeiten-Pfad» gemeinsam durch die Naturwissenschaftliche Gesellschaft Winterthur NGW und die Stadt Winterthur. Kontaktperson für das Projekt Eiszeit-Pfad ist der Präsident, Peter Lippuner. Sie erreichen ihn unter E-Mail ngw@gmx.ch oder via die Geschäftsstelle der NGW, Tel. 052 551 03 65

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