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Das Projekt «Goldener Reis» – Lehren aus einem Projekt mit gentechnisch veränderten Pflanzen

Prof. Dr. em. Ingo Potrykus, Pflanzenwissenschaftler, ETH Zürich
Sonntag, 26. Februar 2012 – 11.00 Uhr

Der heutige Gast ist ein weltweit führender Botaniker und gleichzeitig Mitglied der «Päpstlichen Akademie der Wissenschaften». Mit seinem Forschungsteam an der ETH hatte er in den 90-er Jahren einen Reis mit dem Potential entwickelt, den Vitamin-A-Mangel bei Hunderten von Millionen Menschen in Entwicklungsländern nachhaltig zu reduzieren. Normalerweise führt dieser Mangel zu Erblindung und Tod von jährlich etwa zwei Millionen Kindern und Frauen. Seit 1999 bemühen sich die Forscher nun darum, aus einem wissenschaftlichen Durchbruch ein Produkt zu machen, das kostenfrei an die Reisbauern in Asien abgegeben werden kann. Anfang 2013 soll der Reis in den Philippinen freigegeben werden, gefolgt von vielen weiteren Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika. Was steckt hinter dem Projekt? Was ist eine gentechnisch veränderte Pflanze? Gerade die Tatsache, dass es sich beim «Goldenen Reis» um ein solches Produkt handelt, hat zur Folge, dass das Verfahren mindestens zehn Jahre länger dauert und ca. 25 Millionen Franken mehr kostet als eine normale Sortenentwicklung. Diese enorme zeitliche Verzögerung und die finanziellen Kosten haben eine einzige Ursache: die Vorschriften für den Umgang mit transgenen Pflanzen. Ingo Potrykus geht in seinem Vortrag auf die Konsequenzen und Begründungen ein, die mit dem Projekt «Goldener Reis» verbunden sind.

Nebst einem Gespräch mit dem Wissenschaftler bereichern junge Musikerinnen und Musiker des Musikkonservatoriums Winterthur mit ihren Klängen die Veranstaltung.

Unkostenbeitrag: Fr. 10.– (SchülerInnen Fr. 5.–). Ein Kaffee und Gipfeli inbegriffen.

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